Eigentum im Familienkontext: Welche Konstellationen ich besonders häufig erlebe

Familie sitzt gemeinsam auf der Terrasse und unterhält sich

Autor

Wenn Menschen an ihre Immobilie denken, sehen sie oft zuerst das Gebäude. In meinen Beratungsgesprächen geht es jedoch meist um etwas anderes: die Familie.

Denn hinter nahezu jeder Immobilie stehen persönliche Geschichten, unterschiedliche Interessen und manchmal auch schwierige Entscheidungen. Nach über 40 Jahren in der Immobilienbranche kann ich sagen: Die Immobilie selbst ist selten das eigentliche Thema. Viel häufiger geht es um die Menschen, die mit ihr verbunden sind.

Wenn Ehepartner gemeinsam Eigentümer sind

Die klassische Situation ist das gemeinsam erworbene Eigenheim von Ehepaaren. Oft wurde das Haus über Jahrzehnte abbezahlt, die Kinder sind dort aufgewachsen und beide Partner fühlen sich gleichermaßen verantwortlich.

Was viele nicht wissen: Kommt es zu gesundheitlichen Einschränkungen eines Partners, kann das bei wichtigen Entscheidungen schnell kompliziert werden. Deshalb empfehle ich seit Jahren, rechtzeitig über eine Vorsorgevollmacht und notarielle Regelungen nachzudenken.

Bei einer Immobilienverrentung wird das Nießbrauchrecht bei Ehepaaren für beide Partner grundbuchrechtlich abgesichert. Dadurch bleibt die gemeinsame Lebensplanung auch langfristig geschützt.

Die alleinstehende Eigentümerin oder der alleinstehende Eigentümer

Eine Konstellation begegnet mir in den letzten Jahren immer häufiger: Menschen, die allein in ihrer Immobilie leben.

Oft stellt sich irgendwann die Frage: Wer kümmert sich später um alles? Was passiert mit dem Haus? Wie kann ich mein Vermögen sinnvoll nutzen und gleichzeitig unabhängig bleiben?

Eine Kundin aus Hamburg sagte mir einmal: „Eigentlich mache ich mir weniger Sorgen um mich selbst als darum, später jemanden mit ungeklärten Dingen zu belasten.“

Genau deshalb beschäftigen sich viele Alleinstehende frühzeitig mit einer Immobilienverrentung sowie mit Themen wie Vermögensregelung und Erbe.

Mehrere Kinder – und unterschiedliche Vorstellungen

Besonders spannend wird es, wenn mehrere Kinder in der Familie sind.

In der Theorie wünschen sich Eltern meist eine gerechte Lösung. In der Praxis haben die Kinder jedoch oft ganz unterschiedliche Vorstellungen. Während ein Kind die Immobilie übernehmen möchte, bevorzugen andere eine finanzielle Auszahlung.

Solche Situationen müssen nicht zwangsläufig zu Konflikten führen. Allerdings zeigt meine Erfahrung, dass frühzeitige Gespräche viele spätere Missverständnisse vermeiden können.

Einige Eigentümer entscheiden sich deshalb bewusst dafür, die Vermögenswerte bereits zu Lebzeiten zu ordnen. Dadurch entstehen häufig klarere Verhältnisse für alle Beteiligten.

Wenn Enkelkinder eine Rolle spielen

Nicht selten möchten Großeltern ihre Enkel schon heute finanziell unterstützen. Dabei geht es beispielsweise um Ausbildung, Studium oder den Start ins Berufsleben.

In vielen Familien spielt die Immobilie dabei eine wichtige Rolle. Schließlich steckt dort oftmals ein erheblicher Vermögenswert, der zwar vorhanden ist, aber zunächst nicht verfügbar erscheint.

Genau aus diesem Grund beschäftigen sich manche Eigentümer mit der Frage, wie sie einen Teil dieses Vermögens nutzbar machen können, ohne ihr vertrautes Zuhause aufgeben zu müssen.

Die Immobilie als Teil der Familienplanung

Was ich in mehr als 2.000 Beratungen gelernt habe: Die beste Lösung entsteht selten durch Zufall.

Wer frühzeitig über Eigentum, Vermögen und familiäre Wünsche spricht, schafft mehr Klarheit für sich selbst und für seine Angehörigen. Dabei gibt es keine Standardlösung. Jede Familie bringt ihre eigene Geschichte und ihre eigenen Ziele mit.

Deshalb lohnt es sich, verschiedene Möglichkeiten offen zu prüfen und die langfristigen Auswirkungen zu betrachten.

Mein Denkanstoß für Sie

Stellen Sie sich einmal die Frage: Wenn Ihre Familie heute über Ihre Immobilie sprechen müsste – wären alle wichtigen Punkte bereits geklärt?

Falls Sie diese Frage nicht eindeutig beantworten können, ist jetzt möglicherweise der richtige Zeitpunkt, sich näher mit Ihren Optionen zu beschäftigen.

Lassen Sie sich unverbindlich von einem Verrentungsexperten von HausplusRente beraten! Oder fordern Sie unsere kostenfreie Informationsbroschüre an und verschaffen Sie sich einen ersten Überblick.


Noch unsicher – wir helfen Ihnen weiter.
Beratungstermin vereinbaren!


Häufige Fragen zu Eigentum und Familie

Was passiert mit einer Immobilie, wenn mehrere Kinder erben?

In vielen Fällen entsteht eine Erbengemeinschaft. Entscheidungen über die Immobilie müssen dann gemeinsam getroffen werden.

Ist eine Immobilienverrentung auch für Alleinstehende geeignet?

Ja. Gerade alleinstehende Eigentümer nutzen häufig die Möglichkeit, gebundenes Vermögen freizusetzen und gleichzeitig in ihrem Zuhause wohnen zu bleiben.

Können Ehepartner gemeinsam eine Immobilienverrentung durchführen?

Ja. Das Nießbrauchrecht wird dabei für beide Partner grundbuchrechtlich abgesichert.


Weitere Beiträge

Das könnte Sie auch interessieren

Glückliches älteres Paar spielt mit Enkel
Presse

Das Eigenheim behalten – trotz Scheidung

Ein Eigenheim ist sehr viel mehr als Steine, Holz und Glas – es ist Heimat und bietet Geborgenheit. Immobilieneigentümer schätzen darüber hinaus die finanzielle Sicherheit und die Unabhängigkeit. Daher ist es verständlich, dass die meisten Menschen möglichst lange in ihrem Zuhause wohnen möchten, vielleicht sogar lebenslang.

Hausplusrente Ihr Eigenheim als Geldquelle
Presse

Otto Kiebler im Interview mit Biallo

Oktober 2021| Das Verbraucherportal Biallo sprach mit Otto Kiebler, Gründer und Geschäftsführer von HausplusRente, über das von ihm entwickelte Konzept…